Bewerbungs-Guide: Lebenslauf

Hallo ihr Lieben,

heute geht es endlich weiter mit meinem Bewerbungsguide. Es soll heute um das Erstellen des Lebenslaufes gehen. Jeder wird in der Schule gelernt haben wie man einen einfachen tabellarischen Lebenslauf verfasst. Ich habe es sogar noch mit Hand schreiben müssen…

Aber trotz allem fragt man sich dann doch noch was muss jetzt rein, was sollte man weglassen und wie bau ich das Ganze auf. Zumindest ich hatte diese Überlegungen erst letztens und dachte mir, ich stell euch die Informationen die ich gesammelt habe, einfach mal zusammen 😊 Eine Seite die ich übrigens sehr hilfreich fand war die KarriereBibel und wer seinen Lebenslauf online erstellen möchte, es gibt unglaublich viele Onlineportale die das anbieten.

Ich habe euch übrigens meine Vorlage (natürlich ohne meine Daten ^^) fertig gemacht und gespeichert. Ihr könnt sie hier herunterladen und nach Wunsch anpassen.


Aufbau des Lebenslaufes

Was muss nun alles in einen Lebenslauf? Die persönlichen Daten, dann natürlich die berufliche und schulische Laufbahn, die eigenen Fähigkeiten und die Zeugnisse.

Also ich habe noch gelernt, den Lebenslauf chronologisch zu erstellen, also angefangen mit der Grundschule und sich dann langsam weiterarbeiten. In den letzten Jahren ist es aber quasi zum Standard geworden mit den neuesten Einträgen anzufangen, da diese für die Personalchefs meistens von größerer Bedeutung sind. Daher arbeite ich auch mit der zweiten Variante.

Ansonsten sollte der Lebenslauf klar strukturiert sein, keine unnötigen Deko-Elemente enthalten und gut zu lesen sein. Also bitte nicht eine ausgefallene Schriftart auswählen und verschiedene Grafiken oder Bilder mit einarbeiten. Das eignet sich, wenn überhaupt, nur für wirklich kreative Berufe.

Ganz oben kommt natürlich der Name, in einer entsprechenden Größe und rechts davon ein gutes Bewerbungsbild. Für das Bewerbungsbild würde ich immer zum Fotografen gehen. Sie sind nicht teuer und sehen einfach am besten aus. Dann folgen alle relevanten Daten. Der Übersichthalber werden diese in die oben genannten Abschnitte unterteilt und mit entsprechenden Überschriften kenntlich gemacht. Ihr müsst darauf achten, dass ein Abschnitt komplett auf einer Seite ist. Sollten ein paar Zeilen nicht mehr auf die erste Seite passen, schiebt den ganzen Abschnitt auf die zweite. Es sieht einfach professioneller aus und ist leichter zu lesen. Auch wichtig für die Übersicht, die Zeitangaben kommen auf die linke Seite (außer bei den Persönlichen Daten) und der Text dann auf die rechte Seite. Ganz unten kommen dann die Unterschrift und das Datum.

Die persönlichen Daten

Persönliche DatenDer Name muss hier nicht unbedingt mit aufgeführt werden, da er ja ganz oben auf der Seite vermerkt ist. Relevante Daten sind:

  • Anschrift
  • Telefonnummer (Festnetzt und/oder Mobil)
  • E-Mailadresse
  • Geburtsdatum

Wer will kann seinen Familienstand angeben. Kinder müssen zum Beispiel nicht angegeben werden, es sei denn es wird explizite in der Stellenbeschreibung danach gefragt. Im Normalfall wird spätestens beim Vorstellungsgespräch danach gefragt und gelogen werden darf auch nicht. Nicht relevante Daten sind Religion, politisches Interesse und Daten zu den Eltern und Geschwistern. Ich hatte tatsächlich noch gelernt die Namen und Berufe der Eltern mit einzubringen, das hat sich aber auch im Laufe der Zeit geändert.

Berufliche Laufbahn

Berufliche LaufbahnBei mir folgt dann die berufliche Laufbahn (Berufliche Entwicklung, Beruflicher Werdegang etc.). Dieser Punkt entfällt bei vielen Schülern und Studenten, es sei denn sie haben schon gearbeitet (Teilzeit oder ähnliches) oder haben Praktika absolviert. Auch hier wird die letzte Position zuerst erwähnt.

Hier sind folgende Angaben von Nöten:

  • Art der Beschäftigung
  • Zeitraum der Beschäftigung
  • Arbeitgeber

Um dem Personalleiter einen guten Überblick zu verschaffen, kann man hier auch ein paar Tätigkeiten aufzählen. Insbesondere wenn diese Tätigkeiten im neuen Beruf auch verlangt werden. Maximal vier bis fünf Tätigkeiten würde ich hier stichwortartig aufzählen, es soll ja kein Roman werden.

Bildung

BildungDer Abschnitt Bildung (Schulischer Werdegang, Schule etc.) umfasst bei mir sowohl Schule als auch Studium/Ausbildung. Wer möchte kann das natürlich noch teilen. Im Endeffekt ist er genauso aufgebaut wie der Berufliche Werdegang. Also:

  • Schule
  • Art der Schule (Realschule, Gesamtschule etc.)
  • Abschluss (mit Note)

Kenntnisse & Fähigkeiten im Lebenslauf

KenntnisseWelche Kenntnisse sind wichtig für einen Lebenslauf?

Im Prinzip alles was für den neuen Beruf von Bedeutung ist. Das ist natürlich komplett unterschiedlich. Es gibt ein paar allgemeine Fähigkeiten die man aufzählen kann (nur, wenn man sie auch tatsächlich besitzt), wie:

  • Sprachen (mit dem entsprechenden Level)
  • PC-Kenntnisse (Office, EDV ect)
  • Sonstiges (Führerschein, rote Karte etc.)

Lebenslaufanlagen: Zeugnisse

Dann sind wir mit dem eigentlichen Lebenslauf auch schon fertig. Es folgen nur noch die Zeugnisse, Bescheinigungen und Beurteilungen. Nur welche sind relevant und welche unnötig?

Auch hier gilt, dass neueste muss rein, d.h. die letzten Zeugnisse, egal ob schulisch oder vom Arbeitgeber müssen rein. Alles Ältere kann, muss aber nicht. Vor allem, wenn man sich umorientiert können ältere Zeugnisse durchaus von Vorteil sein, wenn sie die Fähigkeiten für den neuen Beruf unterstreichen. Das soll jetzt nicht heißen, dass man seine Grundschulzeugnisse beilegen soll, nur weil man dort gute Noten in Mathe hatte. Ganz wichtig, diejenigen unter uns, die im Ausland gewesen sind (Studium, Austausch etc.) und entsprechende Zeugnisse haben, müssen diese übersetzten bzw. erklären lassen. Normalerweise bekommt man sie sowieso auf Englisch. Und die meisten Firmen können das dann auch lesen. Das Problem liegt hier nur darin, dass es oftmals unterschiedliche Schulsystem sind und die Noten anders geben werden. So ist es in den Niederlanden zum Beispiel üblich mit einem System von 0 – 10 zu arbeiten, 10 entspricht dann 100% also unserer Note 1 bzw. 15 Punkten. Da sollte man dann zumindest eine kleine Erklärung beifügen um Missverständnisse zu vermeiden.

Dann kommen die Beurteilungen und Auszeichnungen. Aber auch hier nur passendes. Ich denke nicht, dass es die Personalleiter interessiert, dass man erfolgreich am Sportunterricht teilgenommen hat oder den Fahrradpass absolviert hat. Ich habe mich während des Abiturs zum Beispiel zur Konfliktlotsin ausbilden lassen und füge das Zertifikat gerne hinzu, denn es zeigt, dass ich mit diesen Situationen umgehen kann. Zu jedem Praktikum, das erwähnt wird, sollte auch die entsprechende Beurteilung in den Anlagen zu finden sein. Wer Dokumente zu den oben genannten Fähigkeiten (Sprachkurse, rote Karte etc.) hat sollte diese auch einfügen.

Zusammenfassung Lebenslauf

Aufbau:

  • Übersichtlich
  • Verständlich
  • Ohne Dekorationen
  • Akzente setzten durch Farben (nicht kunterbund oder neon, sonder ein/zwei Farben)

Angaben:

  • Persönliche Daten (Adresse, Kontaktdaten)
  • Berufliche Daten (Arbeitsstelle, Arbeitgeber, Tätigkeiten, Praktika)
  • Schulische Daten (Schulen, Abschlüsse, Noten)
  • Sonstige Daten (relevante Fähigkeiten, Sprachen etc)

Anlagen:

  • Letzten Zeugnisse
  • Beurteilungen (wenn passend und positiv)
  • Zertifikate (wenn relevant)

So ich hoffe das euch das ein bisschen hilft beim Schreiben eures Lebenslaufes. Zum Anschreiben kommen wir dann nächste Woche =)

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal,

ganz liebe Grüße

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9 Gedanken zu “Bewerbungs-Guide: Lebenslauf

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  4. Ich rate immer dazu, bei der beruflichen Erfahrung bei jeder einzelnen Station die Tätigkeiten, Verantwortungen und die ERFOLGE anzuführen.
    Bei jedem Job gibt es Vorgaben und Ziele, deren Erreichung man auf jeden Fall kommunizieren sollte.

    Gefällt 1 Person

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